Die Suchmaschine Google ist für circa 80% der Jobsuchenden die erste Anlaufstelle, um die Suche nach Jobangeboten zu starten. In Deutschland hat Google seit Mai diesen Jahres das Angebot der traditionellen Suchmaschine um „Google for Jobs/Google Jobs“ erweitert, um den Prozess für die Jobsuchenden zu vereinfachen. Es ist dabei nicht zu einer weiteren Jobbörse geworden, sondern erleichtert es Unternehmen, deren Stellenanzeigen sichtbar(er) zu machen. 

Aktuell – erste Ausbaustufe – ist „Google for Jobs“ ein Online-Vermittlungsdienst für Jobs. Es ist quasi eine Meta-Suchmaschine für Stellenangebote (eine Suchanfrage wird an mehrere Suchmaschinen gleichzeitig weitergeleitet und die Ergebnisse werden gesammelt und aufbereitet). D.h. Google indexiert ausschließlich Job-Anzeigen von Drittanbietern und Webseiten. 

Die Sichtbarkeit der eigenen Stellenanzeige ist von mehreren Variablen abhängig: Lesbares HTML (maschinenlesbare Sprache für die Gliederung und Formatierung von Texten und anderen Daten), logische URL-Strukturen (Zugriff auf Dokumente) und Meta-Tags (Informationen zu Ihrer Webseite). Stellenanzeigen im pdf-Format oder integrierte Bewerbermanagementsysteme bleiben dabei unberücksichtigt. 

Wie funktioniert „Google for Jobs“? Im Google-Suchfeld wird der Suchbegriff, z.B. Vertriebsleiter Hamburg eingegeben. Mit diesem Befehl durchsucht Google das gesamte Internet nach freien Posten. In einem eigenen Fenster wird auf der Ergebnisseite eine blaue Box mit drei Job-Vakanzen angezeigt. Die Stellen können regional oder durch andere Filteroptionen selektiert werden. In der weiteren Vertiefung wird das gesamte Stellenangebot sowie die Bewerbungsoptionen angezeigt.

Die Job-Treffer werden bereits im Vorfeld der Suche auf den Nutzer verifiziert und individuell abgestimmt, d.h. ein Job-Suchender erhält genau die Stellen angezeigt, die zu dem Nutzerprofil passen. Der Suchende erhält zusätzlich die Option, passende Stellen (Alerts) zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückzukehren.

Wovon das Ranking bei Google Jobs abhängig ist, ist derzeit noch nicht bekannt. Lediglich durch Google Ads-Kampagnen kann die Sichtbarkeit der Stellenanzeige beeinflusst werden. Entsprechende Job-Kampagnen können auf definierte Zielgruppen und Regionen ausgerichtet werden. In Abhängigkeit der Schlagworte, die für die Ausspielung der Google-Anzeigen spezifiziert worden sind, können aktiv Job-Suchende (z.B. Vertriebsleiter Hamburg) als auch passende Kandidaten zielgenau angesprochen werden. 

Grundsätzlich sollten bei der Formulierung der Stellen folgende Punkte beachtet werden, um bei der Platzierung des Job-Angebots berücksichtig zu werden: 

  • Titel genau wählen
  • Branche hinzufügen
  • Wichtige Schlüsselbegriffe in der Job-Anzeige nennen
  • Auf der eigenen Karriereseite das Job-Markup (Schema) von Google nutzen

Wohin geht die Reise mit Google Jobs? Genau ist die Entwicklung aktuell nicht absehbar. „Google for Jobs“ hat für den Suchenden absolut den Vorteil, dass gemäß des Gesuchs alle Job-Angebote angezeigt werden und nicht jede von circa 2500 Jobbörsen einzeln durchsucht werden müssen, um einen umfassenden Überblick der Job-Optionen zu erhalten. Recruitern wird Google Jobs die Möglichkeit geben, ihre Stellenanzeigen direkt und prominenter als bisher auf der Suchmaschine zu veröffentlichen und die Kandidaten direkt auf die Karriereseite zu führen. 

Der Stellenmarkt wird sowohl für die Kandidaten als auch Arbeitgeber durch „Google for Jobs“ mehr Übersicht im Stellenanzeigen-Wirrwarr erfahren. Eine Entwicklung, die von den Unternehmen nicht ignoriert werden sollte, um die eigenen Stellenangebote einer möglichst breiten Gruppe zu präsentieren. 

Bei der Gestaltung „Google for Jobs“-fähiger Stellenanzeigen werde ich Sie unterstützen. Sprechen Sie mich an. 

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